Natascha Kampusch – 3096 Tage
Wer erinnert sich nicht an diesen österreichischen Entführungsfall und den Tag, an dem das Opfer Natascha Kampusch nach acht Jahren Gefangenschaft flüchten konnte?
Wir lesen hier die erschütternde Wahrheit darüber, wie es zu dieser Entführung kommen konnte, was Natascha erdulden musste, warum es ihr trotz einiger Möglichkeiten nicht gelang, früher zu fliehen und wie es ihr letztendlich doch gelang.
Gerade die Frage, warum Natascha Kampusch nicht fliehen konnte, obwohl der Täter sie sogar mit zum Einkaufen nahm oder im Garten arbeiten ließ, hat sicher viele, nicht nur mich, beschäftigt.
Natascha – die Autorin – berichtet natürlich aus der Sicht der nun Erwachsenen, bleibt aber dennoch nahe genug in ihrer kindlichen Version, dass die Geschehnisse begreifbar werden. Sie geht gerade hinsichtlich der Grausamkeiten nicht zu sehr ins Detail, bleibt aber soweit in der Schilderung, dass man nur erschüttert sein kann.
Sehr bewegt hat mich, was Natascha Kampusch auch nach ihrer Flucht erdulden musste. Besonders, dass ihr selbst zwanzig Jahre danach immer noch nicht geglaubt wird, dass es sich um einen Einzeltäter handelte. Das ist geradezu unglaublich. Sie lässt sich trotzdem nicht noch einmal zum Opfer machen und erzählt ihre Geschichte, so wie nur sie sie erzählen kann. Ganz großen Respekt vor dieser mutigen Frau!
Das Buch ist definitiv lesenswert. Wenngleich ich es öfter aus der Hand legen musste, weil die Schilderung dieses einzigartigen Falles sehr zu Herzen geht. Wer eine beeindruckende und wahre Geschichte lesen möchte, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.